InHerzMami, Kreativkiste

Haptische Stimulanz für neuronales Wachstum

Wie du mit ganz einfachen Mitteln den Tastsinn deines Kindes auf Hochtouren bringst und wozu das gut sein soll, erzähle ich dir hier, denn die Hirnforschung ist sich einig: Wenn der Tastsinn beim Lernen mit allen Sinnen einbezogen wird, lässt das unser Gehirn gehörig wachsen!


Dieses Material brauchst du:

  • Pappen (A4 oder A3) oder Moosgummiplatten als Grundlage
  • Pompoms
  • Pfeifenreiniger
  • Federn
  • Perlen
  • Stroh
  • Bast
  • Filz
  • Wolle
  • Moosgummi-Aufkleber
  • Holzspatel oder Eisstiele
  • trockene Nudeln
  • …alles, worüber man laufen kann, ohne sich zu verletzen
  • Schere, Klebepistole, Heißkleber

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Die Haptik – oder auch der Tastsinn – ist ein Motor intelligenter Hirnentwicklung.


So wird gebaut:

Beklebe die Pappen oder Moosgummiplatten je mit einem Material. Die Platten kannst du immer neu anordnen, sodass der Lauf über die Materialien immer wieder interessant ist. Material findest du in der Natur, im Haushalt und relativ preiswert in 1€-Läden.

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Das passiert im Gehirn:

Kinder erforschen ihre Umwelt von Beginn an mit dem Tastsinn. Sie stecken sich Fingerchen, Füße und ganze Gegenstände in den Mund, um deren Eigenschaften zu erkunden – und das bereits ab 16 Stunden nach der Geburt, so fanden Wissenschaftler 2005 in Frankreich heraus. Formen und Strukturen werden somit schon sehr früh voneinander unterschieden und selektiert in bekannt, unbekannt, angenehm und unangenehm.

Der Tastsinn funktioniert über das größte menschliche Organ: die Haut. Dieses wichtige Wahrnehmungssystem ist immer aktiv – auch im Schlaf. Das Gehirn erhält demnach rund um die Uhr Informationen über die Umwelt und ihre Eigenschaften. In der bewussten Interaktion kann der Tastsinn so richtig gefordert werden und die Nervenbahnen auf Höchsttouren bringen. Alles, was wir anfassen und berühren, ordnet unser Gehirn. Es lernt andere Informationen mit den haptischen oder taktilen Reizen zu verbinden und erstellt ein „rundes“ Bild. So ist erwiesen, dass Menschen nachhaltiger lernen, wenn zu akustischen und optischen Informationen auch haptische Reize hinzukommen. Wissen, dass ich in Händen halten oder erspüren kann, wird also komplexer und langfristiger gespeichert und aktiv verfügbar.

Die Haptik-Matten reizen also nicht nur optisch – das Erfühlen der Materialien stimuliert dabei also gehörig das Denkorgan und das macht auch noch richtig Spaß!

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Ganz viel Spaß beim Nachbauen und Erfühlen!

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